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    05. Juni 2026 · 5 Min.

    Bauchweh am Montagmorgen: Was tun, wenn dein Kind nicht in die Schule will?

    Mutter tröstet besorgtes Kind mit Schulranzen vor der Haustür – Illustration zum Thema Schulangst in der Grundschule
    Schulangst zeigt sich oft körperlich – ein liebevoller, ruhiger Blick von den Eltern hilft am meisten.

    Es ist 7:15 Uhr. Die Schuhe sind an, der Ranzen steht bereit – und plötzlich hält sich dein Kind den Bauch: „Mir ist schlecht. Ich mag heute nicht in die Schule.“ Solche Morgen kosten Kraft. Dieser Beitrag gibt dir einen ruhigen Plan für genau diesen Moment.

    Wenn du grundsätzlich verstehen möchtest, woran du Schulangst erkennst, woher sie kommt und wann zusätzliche Hilfe sinnvoll ist, findest du alles ausführlich auf der Themenseite Schulangst in der Grundschule.

    1. Erst beruhigen, dann entscheiden

    In der Aufregung lässt sich nichts klären. Geh auf Augenhöhe, sprich leise und kurz: „Ich sehe, dass es dir gerade nicht gut geht. Ich bin da.“ Diskussionen über das Warum haben am Morgen keinen Platz – die heben wir uns für später auf.

    2. Bauchweh ernst nehmen – ohne es zu verstärken

    Das Bauchweh ist echt, auch wenn es von Sorgen kommt. Hat dein Kind Fieber oder wirkt es wirklich krank, bleibt es zu Hause. Sonst hilft ein ruhiger Satz: „Dein Bauch macht sich Sorgen. Wir nehmen die Sorgen mit und schauen nach der Schule gemeinsam drauf.“

    3. Den Weg kleiner machen

    „Den ganzen Schultag schaffen“ wirkt riesig. Kleine Etappen helfen: bis zum Schultor, bis zur ersten Pause, bis zum Pausenbrot. Frag: „Was ist heute das Erste, worauf du dich freuen kannst?“

    4. Ein festes Abschiedsritual

    Kurz, immer gleich, liebevoll: eine Umarmung, ein geheimes Handzeichen, ein Satz wie „Bis um eins, ich hole dich ab.“ Lange Abschiede verstärken die Unsicherheit. Ein kleiner Glücksbringer im Ranzen kann zusätzlich Halt geben.

    5. Am Nachmittag ins Gespräch kommen

    Wenn die Anspannung nachgelassen hat, ist Raum für Fragen: „Was war heute schwer? Was war schön?“ Viele Kinder erzählen leichter beim Spazierengehen oder abends im Bett. Notiere dir, wann das Bauchweh auftaucht – an bestimmten Tagen, vor einem Fach, nach Streit in der Pause?

    6. Wenn es öfter vorkommt

    Ein schwieriger Morgen ist noch kein Grund zur Sorge. Wiederholt sich das über mehrere Wochen, such das Gespräch mit der Klassenlehrkraft und lies auf der Themenseite Schulangst nach, welche Warnsignale und Anlaufstellen es gibt. Bei starken oder anhaltenden körperlichen Beschwerden gehört immer auch der Kinderarzt dazu.

    Du musst das nicht allein lösen

    In der pädagogischen 1:1 Elternberatung schauen wir gemeinsam auf eure Morgen: Was löst die Sorgen aus? Welches Ritual passt zu deinem Kind? Und wie bleibst du selbst ruhig, wenn es schwierig wird?

    Dein Kind ist nicht „schwierig“. Es sagt dir etwas. Und du bist nicht allein.

    Persönliche Beratung gewünscht?

    In einer 1:1 Videositzung schauen wir gemeinsam auf deine Situation.

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